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Leinen

Leinen knittert edel

Diesen Spruch hat sicher jeder schon gehört; aber warum knittert Leinen so leicht und was können Sie tun um Ihre Leinenwäsche nur noch gewollt knittern zu lassen?

Leinen ist eine aus der einjährigen Flachspflanze gewonnen Faser, die schon ca. 4000 v. Chr. genutzt wurde. Die Ägypter gebrauchten Leinen für die Präparation ihrer Mumien und besaßen schon 2000 v. Chr. eine hoch entwickelte Leinenproduktion. So fand man im Grab Thutmosis III ein Leinentuch, das eine Dichte von 60 Fäden pro cm aufwies.
Die Verwendung von Leinen erstreckte sich von grober Leinwand als Segel bis hin zum transparenten Leinengewand für Kleidung.

Im 12. und 13. Jahrhundert war Deutschland im Flachsanbau weltweit führend und Leinen war neben Wolle der wichtigste und am weitesten verbreitete Stoff im Mittelalter.

Die Gewinnung der Leinenfaser aus den holzigen Flachsstängeln ist eine langwierige, aufwendige Arbeit. Die strohigen Flachsstängel müssen erst verrotten, bevor sich die feinen, langen Fasern herauslösen lassen.
Um die holzigen Teile der Pflanze zu entfernen, wird das Flachsstroh gebrochen. Dadurch lassen sich die holzigen Teile durch Auskämmen entfernen. Die Leinenfaser ist von Natur aus graubraun, wird aber je nach Grad der Bleichung hellbeige bis schneeweiß.

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